Beeindruckend exponiert – und das seit 1875
Das Schlosshotel wurde um 1875 erbaut und thront seitdem in exponierter Lage über Schloss, Altstadt und Neckartal. Von Anfang an zieht das noble Grandhotel prominente Zeitgenossen an. Richard Wagner hat 1877 im Saal erstmals seinen Parsifal vorgetragen. Ein Jahr später logiert Mark Twain im Eckzimmer 212. Friedrich Nietzsche soll beim Ausblick auf Schloss und Neckar ins Grübeln gekommen sein.
Österreichs Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sissi, beehrt 1883 das Hotel und bekommt extra ein eigenes Fechtzimmer eingerichtet. Es folgen die Königinnen der Niederlande und von Schweden. Später logiert auch der Komponist Richard Strauss und der Dirigent Wilhelm Furtwängler in dem imposanten Gebäudekomplex.
Anfang der 20er Jahre wird das Gebäude nach dem damaligen Zeitgeist umgebaut und erweitert und erhält so seine herausragende überregionale Bedeutung zurück.
So tragen sich unter anderem der deutsche Außenminister Gustav Stresemann und der Dichter Gerhard Hauptmann in das Gästebuch ein. Nach dem zweiten Weltkrieg wird das Haus von den Amerikanern beschlagnahmt. Erst 1957 öffnet es erneut seine Tore für Gäste und will wieder an glücklichere Zeiten anknüpfen. Es bleibt beim Versuch.
Foto: Lossen Fotografie Heidelberg

